Bild - "Baumschutz auf Baustellen"
Bauverträglichkeitsgutachten

Baumschutz auf Baustellen | Bauverträglichkeitsgutachten

Professionelles Bauverträglichkeitsgutachten für
den Baumschutz auf Baustellen

Sie planen Baumaßnahmen und möchten wissen, ob Ihr Baumbestand gefährdet ist und wie Sie ihn schützen können? Dann sind wir von Baumsachverständiger.eu Ihr Spezialist für Bauverträglichkeitsgutachten und den Baumschutz auf Baustellen. Wir kontrollieren und bewerten Ihren Baumbestand vor Ort in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz und stellen fest, ob er für die Belastungen einer Baustelle geeignet ist. Sie erhalten dann von unseren zertifizierten Experten ein professionelles Bauverträglichkeitsgutachten. Je nach Bedarf empfehlen wir zudem entsprechende Schutz- und Pflegemaßnahmen und führen diese durch. Wenn Ihr Baumbestand durch Baumaßnahmen beschädigt wurde, übernehmen wir gerne die Behandlung der entstandenen Verletzungen. Im Falle eines Schadensersatzanspruches ermitteln wir nach Bedarf das genaue Ausmaß der entstandenen Schäden sowie den entsprechenden Gehölzwert. Auch erstellen wir Ihnen gerne ein professionelles Bruch- und Standsicherheitsgutachten. Wenn Sie ein vorheriges Beratungsgespräch wünschen, stehen wir Ihnen gerne für kostenlose und unverbindliche Anfragen zur Verfügung.

Bild zum Thema: Baumschutz

Gefahr von Baumschäden auf Baustellen

Auf Baustellen kommt es häufig zu Schäden am Baumbestand. Um dies zu verhindern und den Baumbestand nicht zu beeinträchtigen, sind verschiedene Schutzmaßnahmen beispielsweise die DIN 18920 und die RAS-LP 4(PDF – ca. 780 KB) vorgeschrieben. So sollte das Entfernen von Ästen vor Baubeginn nur durchgeführt werden, wenn es sich nicht vermeiden lässt, weil z. B. der Platz für Baufahrzeuge eingeschränkt ist. Zudem sollte der Schwenkbereich des Krans so eingestellt sein, dass Baumkronen nicht in Gefahr geraten, beschädigt zu werden.

Neben dem Schutz des Stammes und der Baumkrone ist besonders der Wurzelbereich von Bedeutung. In dem von der Krone bedeckten Bereich zuzüglich 1,50 Meter sollten keine Baumaßnahmen durchgeführt werden. Belastungen wie Ablagerungen, Befahrung, Bodenversiegelung oder das Abstellen von Maschinen und Material sollte hier vermieden werden, da viele Baumarten bereits auf leichte Verdichtungen sehr empfindlich reagieren. Durch Druck auf den Wurzelbereich werden die Luftporen geschlossen, welche sich im Oberboden befinden, wodurch es zur Sauerstoffarmut und Fäulnis kommen kann. Darüber hinaus können Verunreinigungen des Bodens durch Öl, Chemikalien oder Zementwasser starke negative Auswirkungen auf den Baum haben. Im Wurzelbereich sollte auch kein Boden auf- oder abgetragen werden.

Häufig treten auf Baustellen Probleme durch die Freistellung von Bäumen auf. Wird das Baumumfeld durch das Entfernen von Nachbarbäumen oder Gebäuden verändert, hat dies meist negative Auswirkungen auf den freigestellten Baum. Dieser ist nun anderen Gegebenheiten wie beispielsweise Wind ausgesetzt, was in Extremfällen zum Abbruch von Ästen oder zur Entwurzelung führen kann. Darüber hinaus reagieren viele Bäume wie beispielsweise Buchen oder Fichten durch ihre dünne und glatte Borke sehr empfindlich auf Sonneneinstrahlung. Es besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes und damit des Absterbens der Rinde. Infolge dessen kann es zum Pilzbefall kommen, weshalb eine Baumkontrolle und Pflege durch einen Fachmann bei einer Freistellung durchgeführt werden sollte.

Maßnahmen vor Baubeginn

Bereits während der Planungsphase sollte der sicherste und effektivste Schutz des betroffenen Baumbestandes festgelegt werden. Mit planerischem Geschick und einer exakten Standortaufnahme der Bäume, beispielsweise in einem Baumkataster, können der Baumerhalt und eine Neubebauung gleichzeitig verwirklicht werden. Die Zusammenarbeit mit einem Architekten und/oder Landschaftsarchitekten in der Planungsphase ist dabei hilfreich.

Um betroffene Bäume vor Baumaßnahmen zu schützen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So dienen Schutzzäune zur Abtrennung von Vegetationsflächen und Bäumen. Diese sollten bereits vor Baubeginn errichtet werden. Die Zäune haben im Idealfall eine Höhe von 1,80 Meter und schließen den kompletten Wurzelbereich ein.

Wenn beengte Verhältnisse auf der Baustelle herrschen, ist die Errichtung eines Schutzzaunes meist nicht möglich. Dies kann der Fall bei Baumaßnahmen auf kleinen Grundstücken oder mit schwieriger Erschließung sein. Hier schafft ein lückenloser Stammschutz aus Holzbrettern Abhilfe. Zwischen Brettern und Stamm werden dabei Polsterelemente wie beispielsweise alte Autoreifen angebracht. So wird der Stamm vor Schäden durch Baustellenfahrzeuge oder Materialien geschützt. Verdichtungen können zudem durch eine druckverteilende Matte über einer Kiesschicht um den Baumbereich herum verhindert werden.

Sollten Wurzeln von Abgrabungen betroffen sein, müssen diese vor Baubeginn in Handarbeit freigelegt werden. Dafür ist ein mindestens 25 cm breiter Graben mit einem Mindestabstand zur Außenkante von 2,50 Meter nötig. Die Tiefe sollte dabei den durchwurzelten Bereich komplett umfassen und maximal bis zum Boden der Baugrube reichen. Die Wurzel wird anschließend mithilfe eines scharfkantigen Werkzeuges fachgerecht und mit kleinster Schnittfläche durchtrennt. Die Wunden sollten möglichst schnell mit humosen und vor allem nährstoffreichen Material abgedeckt werden, damit das Wachstum angeregt werden kann. Ist dies nicht möglich, sollte die Wurzel zumindest durch Folienbahnen vor Austrocknung und Frost geschützt werden. Der Wurzelvorhang ist zudem ständig feucht zu halten. Ein Wurzelschutzzaun kann als Hilfskonstruktion dienen, um das Erdreich vor dem Abrutschen in die Baumgrube zu hindern.

Maßnahmen während der Bauphase

Auch nach Beginn der Bauzeit können Maßnahmen zum Baumschutz durchgeführt werden. Wird beispielsweise unter sehr engen räumlichen Verhältnissen gearbeitet, ist es möglicherweise notwendig, den Baumbestand zusätzlich zur Abböschung zu schützen. Um Platz zu sparen und Verletzungen der Baumwurzeln zu verhindern, kann die Baugrube beispielsweise mit einem senkrechten Verbau bzw. einer Trägerbohlwand ausgestattet werden. So wird auch das Nachrutschen von Erde in die Baugrube verhindert. Zudem stellt diese Art von Verbau eine Alternative zu herkömmlichen Spundungen mit Eisenträgern dar, da diese oftmals Baumkrone und Wurzeln stark beschädigen.

Während der Bauphase sollten alle getroffenen Baumschutzmaßnahmen auf Einhaltung kontrolliert werden.

Ökologische Baubegleitung - Schutz und Pflege nach Beendigung der Bauarbeiten

Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, bietet sich im Nachgang die Durchführung von Maßnahmen zum Schutz und zur Baumpflege an. Erfolgt beispielsweise auf der betroffenen Fläche eine Gartengestaltung, sollte darauf geachtet werden, dass es unter dem Baubestand nicht zu Geländeveränderungen kommt. Beispielsweise wird häufig, meist durch Unachtsamkeit, Oberboden unter den Baumkronen verteilt. Dies erscheint zwar zunächst als harmlos, jedoch muss bereits bei einer Erdschicht, welche stärker als 5 cm ist, mit Verdichtungen gerechnet werden und der Baum wird anhaltend geschädigt.

Wenn Bäume durch die Baumaßnahmen beschädigt oder anderweitig in Mitleidenschaft gezogen wurden, sollte im Nachgang eine Kronen-, Stamm- und Wurzelpflege durch einen Fachmann durchgeführt werden. Wurden beispielsweise Wurzeln abgetrennt oder beschädigt, sollte die Krone ausgelichtet oder eingekürzt werden. Zudem werden freiliegende oder verletzte Wurzeln behandelt und das Baumumfeld sowie der Boden durch Düngen und andere Maßnahmen verbessert. Auch Rindenschäden können von einem Spezialisten durch fachgerechte Behandlung behoben werden.

Fazit

Baumaßnahmen führen nicht selten zu Schädigungen und Verletzungen an Bäumen. Aus diesem Grunde ist die Vorsorge durch entsprechende Schutzmaßnahmen von großer Bedeutung. Diese müssen bereits während der Planungsphase vorbereitet werden. Dafür empfiehlt sich die Erstellung eines Bauverträglichkeitsgutachtens durch einen Fachmann. Dieses gibt Aussage darüber, ob der betroffene Baumbestand für die geplanten Baumaßnahmen geeignet ist und welche Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Baumschäden getroffen werden sollten. Die im oberen Text vorgestellten Schutzmaßnahmen erfordern zwar einen höheren planerischen sowie finanziellen Aufwand, jedoch übersteigen die Folgekosten von Planungsfehlern häufig die Kosten für Baumschutzmaßnahmen. Auch die Einschätzung durch einen Fachmann ist notwendig, um ein realistisches Bild über den Zustand der Bäume zu erhalten und professionelle Pflegemaßnahmen zu planen. Wir von Baumsachverständiger.eu sind Ihr Fachmann für den Baumschutz auf Baustellen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz – stellen Sie uns gern eine Anfrage und wir besprechen mit Ihnen Ihr Bauverträglichkeitsgutachten.

War diese Seite hilfreich für Sie?