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Baumkataster & Baumkontrolle

Baumgutachten erstellen | Kosten | Preise

Baumgutachten zu günstigen Kosten vom Profi erstellen lassen

Sie sind auf der Suche nach einem Experten für Baumkontrollen, der für Sie ein Baumkataster erstellt und regelmäßige Prüfungen durchführt? Dann sind wir Ihr Ansprechpartner für Baumkontrollen und -kataster in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir sind bei Ihnen vor Ort und erfassen Ihren Baumbestand digital mit unserer Profi-Software. So haben Sie stets einen Überblick vom Zustand Ihres Baumbestandes und die Planung von Kontroll- und Pflegemaßnahmen. Auch Probleme und Schädlingsbedrohungen können so frühzeitig erkannt und entsprechend vorgebeugt werden. So werden Schädigungen des Baums verhindert und die Verkehrssicherheit gewährleistet. Zudem sparen Sie durch ein aktuell geführtes Baumkataster und regelmäßige Baumkontrollen Kosten für Fällungen durch Schäden ein.

Egal, ob Sie eine Erstkontrolle und die Erstellung eines eigenen Baumkatasters wünschen oder bereits über ein Kataster verfügen und eine Regelkontrolle durchführen lassen möchten – unsere Spezialisten von Baumsachverständiger.eu sind deutschlandweit sowie in Österreich und der Schweiz für Sie unterwegs. Wir kontrollieren Ihren Baumbestand und entwickeln einen Maßnahmenkatalog zur Sicherung der Verkehrssicherheit Ihrer Bäume. Gerne erstellen wir Ihnen auch ein professionelles Baumgutachten. Gemeinsam besprechen wir den Umfang, die Ziele und den zeitlichen Rahmen des Vorhabens sowie die entsprechenden Kosten. So agieren wir für Sie stets transparent und effizient. Wir verwalten Ihre Baumdaten und werten diese aus, damit Ihr Baumbestand gesund und verkehrssicher ist. Sprechen Sie uns einfach an und wir vereinbaren einen Termin mit Ihnen.

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Baumkontrollen gemäß FLL

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Sie regelmäßig Baumkontrollen durchführen lassen sollten. So können beispielsweise Krankheiten, Fehlwüchse, Schädlingsbefall und andere Gefahren für den Baum frühzeitig erkannt und verhindert werden. Der wichtigste Grund, regelmäßige Baumkontrollen durchzuführen, ist jedoch, dass man so der Verkehrssicherungspflicht nachkommt. Diese soll zur Abwehr von Gefahrenquellen dienen. Kommt es nämlich durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume zu Sach- oder gar Personenschäden, haftet der Eigentümer des Baumes gemäß § 823 BGB. Um dies zu verhindern, wurde die Baumkontrolle 2004 in den Baumkontrollrichtlinien der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) normiert. Für die FFL sind etwa 500 Spezialisten der Branche ehrenamtlich tätig. In der Baumkontrollrichtlinie schlägt die Organisation Regel-Kontrollintervalle vor, in welchen die Bäume untersucht werden sollten. Die Häufigkeit der Kontrollen richtet sich dabei nach Alter, Zustand und Standort des Baumes.

Die klassische Baumkontrolle erfolgt durch eine Sichtkontrolle oder auch VTA-Methode (Visual Tree Assessment). Bei dieser systematischen Methode werden Defektsymptome untersucht, welche von der Optimalgestalt des Baumes abweichen. Es erfolgt zunächst die Sichtkontrolle auf Baumumfeld, Schadensmerkmale und Vitalität des Gehölzes. Anschließend werden vorhandene Schadensmerkmale bewertet. Die einzigen technischen Hilfsmittel sind dabei ein Fernglas, ein Gummihammer und ein Sondierstab. Letzterer wird zur Überprüfung von Fäulen und Rissen genutzt. Wenn Zweifel an der Bruch- und Standsicherheit des Baumes bestehen, können technische Methoden zur eingehenden Untersuchung eingesetzt werden.

Bei einem größeren Baumbestand empfiehlt es sich, die Baumkontrollen mithilfe eines Baumkatasters zu dokumentieren. Wird dieses neu erstellt, erfolgt zunächst eine Erstkontrolle, in deren Anschluss Maßnahmen zur Pflege und Sicherung des Baumbestandes entwickelt werden. Häufig ist ein solches Kataster jedoch bereits vorhanden. In diesem Fall übernimmt ein Sachverständiger die Regelkontrolle und die Datenpflege des Baumkatasters.

Aufgaben eines Baumkatasters

Baumkataster dienen zur Datenverwaltung von Bäumen. Dies ist vor allem dann nützlich, wenn es sich um einen größeren Baumbestand handelt. Baumkataster gibt es in analoger und digitaler Form. Vor dem Einsatz der Informationstechnik wurden die Kataster analog mithilfe schriftlicher Aufzeichnungen wie beispielsweise Karteikarten in Verbindung mit Kartenplänen für die Standorte der Bäume erstellt. Inzwischen werden die baumbezogenen Informationen in digitalen Datenbanksystemen erfasst und verwaltet. Dazu wird ein Geoinformationssystem (GIS) genutzt, um räumliche Daten neben den Baumstandorten wie Flurstückgrenzen, Gebäude oder auch Bordsteinkanten zu erfassen.

Anwendung finden Baumkataster vorrangig in der Baumkontrolle, der Baumpflege und bei statistischen Auswertungen. So ist es bei Baumkontrollen gesetzlich vorgeschrieben, diese zu dokumentieren. Der zu erstellende Nachweis muss manipulationssicher sein und Daten wie unter anderem Angaben zum Erfassungsdatum, zum Kontrolleur sowie zum Prüfungsergebnis enthalten. Sollten Baumschäden festgestellt worden sein, müssen zudem die entsprechenden Entscheidungsabläufe der Kommune hinsichtlich der notwendigen Maßnahmen geregelt sein. Im Bereich der Baumpflege werden Baumkataster häufig für eine differenzierte Maßnahmenplanung genutzt, welche oft aufgrund geringer finanzieller und personeller Ressourcen im Grünbereich nötig ist. Im Kataster werden dabei die durchgeführten Pflege- und Sanierungsmaßnahmen dokumentiert und der Bestand sowie Änderungen von Umfang oder Vitalität der Bäume erfasst. So können die Arbeitsabläufe für die Baumkolonne oder die Pflegebetriebe effizienter gesteuert und eine Planung zur Entwicklung des Baumbestandes erstellt werden. Darüber hinaus können Artenzusammensetzungen fachlich ausgewertet und spezielle Maßnahmen wie beispielsweise Baumsanierungen bei Kastanienmotten dokumentiert werden. Diese Dokumentationen dienen als Datengrundlage für die Planung von Baumstandorten und Pflegeleistungen. Ein weiteres Einsatzfeld finden Baumkataster im Bereich der statistischen Auswertungen. So müssen für Anfragen aus der Öffentlichkeit oder von politischen Gremien häufig verlässliche und reproduzierbare Berichte erstellt werden. Auch werden die Daten des Baumkatasters für die Kosten- und Leistungsrechnung und damit die betriebswirtschaftliche Steuerung genutzt.

Funktionen eines Baumkatasters

Ein Baumkataster hat verschiedene Funktionen - hauptsächlich stehen dabei die Eingabe, Abfrage und Archivierung von Daten im Vordergrund. Die Dateneingabe wird durch eine grafische Benutzeroberfläche, eine klare thematische Gliederung sowie Auswahllisten und Kataloge erleichtert. So werden Tippfehler bei der Eingabe ausgeschlossen und standardisierte Einträge erstellt. Zudem kann man eine Plausibilitätskontrolle durchführen, um Fehler zu erkennen und zu beseitigen. Eine weitere hilfreiche Funktion bei der Dateneingabe ist die Möglichkeit, durch eine hinterlegte Datenbank neue Informationen aus vorhandenen Daten zu generieren. Beispielsweise kann so das Baumalter aus dem Pflanzjahr berechnet werden. Sehr einfach ist auch die Aktualisierung und Korrektur von Daten im Baumkataster. Bei technischen und fachlich-inhaltlichen Fragen steht häufig ein Hilfesystem im Programm zur Verfügung. In der Regel werden folgende Daten in einem Baumkataster erfasst:

  • - Kennzeichnung des Baumes
  • - Genauer Baumstandort (Koordinaten)
  • - Baumart / Gattung
  • - Alter & Pflanzjahr
  • - Status (z. B. Naturdenkmal)
  • - Risikograd im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht
  • - Eigentümer / Zuständigkeit
  • - Datum der letzten & nächsten Baumkontrolle
  • - Daten der Regelkontrolle (Zustand, Entwicklung, Artenschutzhinweis, Baumhöhe, Stammdurchmesser, Auffälligkeiten, etc.)

Eine der wichtigsten Funktionen des digitalen Baumkatasters sind freie oder standardisierte Abfragen, welche den aktuellen Bestand an Daten auswerten. Dabei können die abzurufenden Daten nach verschiedenen Parametern wie Straßen, Baum- oder Schadensart ausgewählt werden. Die Ergebnisdaten werden häufig in Listenform oder als Summenwert dargestellt und können in Tabellenkalkulationsprogramme wie Microsoft Excel exportiert werden. Wenn die Datenbank mit einem Geoinformationssystem (GIS) gekoppelt ist, sind diese auch häufig grafisch darstellbar. Die Abfragen und Auswertungen ermöglichen wiederum die Erstellung von Berichten, beispielsweise zur Dokumentation des Arbeitsstandes zu einem bestimmten Zeitpunkt oder die Vorbereitung der Baumkontrolle, der Baumpflege oder Einzelaufträge. Auch ist so eine jährliche Auswertung des Baumbestandes möglich, um eventuelle fachbezogene Fragen von der Öffentlichkeit oder Verwaltung beantworten zu können.

Die Daten eines Baumkatasters werden in der Regel nicht nur gesichert, sondern auch archiviert. Dabei werden gezielt Archivkopien der Datenbank erstellt, welche wiederum nicht überschrieben oder unaufgefordert gelöscht werden können. Damit wird der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht entsprochen, welche die Art der zu archivierenden Daten sowie die Aufbewahrungszeit regelt und der Verkehrssicherheit dient. Ziele der Archivierung sind außerdem die Dokumentation der Baumhistorie, um Pflegemaßnahmen nachzuvollziehen. Des Weiteren werden Kontrollergebnisse archiviert.

Die grafische Darstellung der Baumstandorte im Baukataster wird meist durch die Kopplung mit einem Geoinformationssystem ermöglicht. Ein GIS visualisiert auf einfache Weise die Abfrageergebnisse und verbindet diese mit räumlichen Informationen wie beispielweise Luftbildern. So wird das Fehlerpotential gesenkt und die Datenpflege und -fortschreibung vereinfacht, was wiederum zu erheblichen Einsparungen beiträgt. Einige Baumkataster-Programme verfügen jedoch bereits über digitale Karten, wodurch eine Kopplung mit einem GIS-System nicht mehr nötig ist. So entfallen alle typischen Schnittstellenprobleme und die Laufzeit des Programms verbessert sich.

Wie wird ein Baumkataster erstellt?

Wenn Sie sich für die Erstellung eines Baumkatasters entscheiden, beginnt zunächst die Planungsphase. In dieser werden die Anforderungen an das Kataster festgelegt, welche wiederum in einem Anforderungsprofil formuliert werden. Dieses ist von Bedeutung, wenn eine eigene Datenbank erstellt werden soll. In das Anforderungsprofil werden Angaben zum Inhalt, der Historienverwaltung, der Kopplung an ein GIS sowie die Einbindung eines übergreifenden Informationssystems gemacht. Beauftragen Sie einen Baumsachverständigen, entfällt dieser Schritt, da dieser bereits eine bestehende Kataster-Software verwendet. Diese erfüllen heutzutage alle relevanten Anforderungen zur Verwaltung des Baumbestandes.

In der Realisierungsphase wird bei der internen Entwicklung des Systems die Datenbank mit den dazugehörigen Funktionen erstellt. Dieser Schritt entfällt ebenso bei der Beauftragung eines Profis. So kann bereits ein großer zeitlicher sowie finanzieller Aufwand gespart und nach einem Beratungsgespräch direkt mit der Datenerfassung begonnen werden. Dabei wird an erster Stelle überprüft, welche Daten bereits vorhanden sind und welche Aktualität diese aufweisen. Darüber hinaus müssen die Besitzverhältnisse der Grundstücksflächen geklärt und die zu erfassenden Standorte definiert werden. Diesbezüglich muss das vorhandene Kartenmaterial verglichen werden. Nach der Erfassung des Baumbestandes ist das Baumkataster vollständig erstellt. Nun folgt die Datenpflege. Diese kann man sowohl selbst übernehmen als auch von einen Experten durchführen lassen. Wichtig ist, dass die Datensätze fortlaufend aktualisiert und gesichert werden. Arbeitsschritte der Datenpflege sind beispielsweise die Erfassung neuer Datensätze bei Neupflanzung, die Einarbeitung von Änderungen oder Ergebnissen der Baumkontrolle sowie die Dokumentation durchgeführter Pflegemaßnahmen. Auch bei Fällungen müssen die Daten der gefällten Bäume in das Baumkataster eingegeben werden, um eventuelle Neupflanzungen zu planen.

Kosten und Vorteile eines Baumkatasters

Die Kosten eines Baumkatasters variieren je nachdem, ob dieses selbst oder durch einen externen Baumkontrolleur erstellt wird. Wer sich dafür entscheidet, ein Kataster selbst anzulegen, muss mit entsprechenden Kosten für die nötigen Produkte und Programme rechnen. Außerdem sollte man über Fachkenntnisse im Bereich der Baumkontrolle und -pflege verfügen. Empfehlenswerter und auch preiseffizienter ist die Erstellung eines Katasters durch einen Profi, dessen Kosten wiederum von verwendeten Produkten und Programmen sowie vom jeweiligen Aufwand abhängig sind. Ein realistischer Stundenlohn eines professionellen Baumkontrolleurs in Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt bei rund 90 €. Auch eine Kostenberechnung nach Anzahl der Bäume ist bei der Katastererstellung möglich.

Die Erstellung eines digitalen Baumkatasters erfordert zwar einen erheblichen Aufwand, jedoch kann auch so von vielen Vorteilen profitiert werden. So bringt ein Kataster Klarheit und Übersicht in den Baumbestand und auch eine erhebliche Arbeitserleichterung mit sich. An erster Stelle dient die Dokumentation der Baumzustände der Gefahrenabwehr und hilft bei Haftungsfragen. Des Weiteren wird die Planung der Baumkontrollen sowie der Baumpflegemaßnahmen erleichtert. So kann man beispielsweise bei drohender Schädlingsgefahr bestimmte Baumarten und ihre Standorte schnell finden. Auch die Datenfortschreibung wird durch ein Baumkataster erleichtert. Darüber hinaus erhöht es die Kostentransparenz bei der Baumkontrolle und -pflege. Dabei kann sich stets auf eine qualitativ hochwertige Kontrolle und Pflege fokussiert werden, um die Verkehrssicherheit gewährleisten zu können.

Fazit

Baumkontrollen sind eine wichtige Maßnahme für die Verkehrssicherheit und Pflege eines Baumbestandes. Sie erfolgen regelmäßig und anhand von Sichtkontrollen. In der Regel wird bei einem größeren Baumbestand ein Baumkataster verwendet. Mittels einer Software-Lösung werden die Stammdaten der Bäume erfasst und in die Datenbank aufgenommen. Dabei wird anhand einer Flurkarte der Standort eines jeden Baumes bestimmt und die Bäume selbst werden gekennzeichnet. Die Daten der Bäume sowie ihr aktueller Zustand ermöglichen eine effiziente Verwaltung des Baumbestandes. So können regelmäßig Kontrollen und Pflegemaßnahmen geplant werden. Schäden und Fällungen wird nachhaltig vorgebeugt.

Es empfiehlt sich immer, die Baumkontrollen sowie die Katastererstellung von einem Experten durchführen zu lassen. Dieser verfügt nicht nur über die entsprechende Profi-Software, sondern kann auch den Zustand der Bäume durch fachliches Hintergrundwissen einschätzen und eventuelle Pflegemaßnahmen durchführen. Unsere Experten von Baumsachverständiger.eu sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz Ihre Ansprechpartner für die Baumkontrolle sowie die Erstellung Ihres Baumkatasters. Sprechen Sie uns einfach an und wir verhelfen Ihnen zu einer effizienten und verkehrssicheren Baumverwaltung.

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