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Baumbeurteilung bei Baumkrankheiten

Baumkrankheit | Baumbeurteilung | Bewertung

Baumkrankheiten richtig & schnell erkennen - Baumbeurteilung vom Profi

Sie möchten Baumkrankheiten richtig erkennen und behandeln? Wir von Baumsachverständiger.eu sind Ihr Experte für die Beurteilung von Baumkrankheiten. In ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz sind wir für Sie vor Ort und untersuchen und bewerten Ihren Baumbestand. Ob Krankheiten, Totholz oder Pilzbefall – eine frühzeitige Behandlung von auftretenden Symptomen am Baum ist äußerst wichtig, um den Baum nachhaltig vor Schädigungen oder gar dem Absterben zu bewahren. Unsere Experten für Baumkrankheiten führen Sichtkontrollen durch, entnehmen Proben und analysieren diese. Nach Identifizierung der Krankheit geben wir Ihnen eine Maßnahmenempfehlung zur fachgerechten Behandlung und Verbesserung der Bodenverhältnisse. Gerne setzen wir die Maßnahmen im Rahmen einer Baumpflege selbst um oder erstellen Ihnen ein professionelles Baumgutachten. Zudem empfehlen wir Ihnen regelmäßige Baumkontrollen zur Vorsorge an. So können auftretende Krankheiten und Schäden am Baum frühzeitig erkannt und behandelt werden. Sprechen Sie uns einfach an und vereinbaren Sie einen Termin für die Baumbeurteilung. Gerne können Sie auch eine kostenlose Erstberatung in Anspruch nehmen.

Bild zum Thema: Baumschutz

Baumkrankheiten und ihre Ursachen

Ob altersbedingt oder durch äußere Einwirkungen wie Wetter, Tiere und Bewuchs – Baumkrankheiten können durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Während jedoch einige Symptome wie Knollen oder Grünalgen keinerlei Auswirkungen auf die Vitalität der Bäume haben, können andere Krankheiten zu schweren Schädigungen und zum Absterben des Baums führen. Daher ist die Baumuntersuchung durch einen Fachmann häufig ratsam, um Schäden vorzubeugen. Hier finden Sie eine Übersicht der häufigsten Krankheiten und eine Einschätzung der Gefahr für Ihren Baumbestand. Im Zweifel empfiehlt sich jedoch stets die Beratung durch einen professionellen Sachverständigen.

Die häufigsten Baumkrankheiten

Abiotische Schäden

Abiotische Schäden entstehen durch Umwelteinflüsse wie Hagel, Wind, Frost, Trockenheit oder die Emission von Schadstoffen. Häufige Schäden sind vertrocknete Blätter, Risse in der Rinde oder abgebrochene Äste. Auch sekundäre Schäden können entstehen, welche die Vitalität des Baumes vermindern und ihn damit empfindlicher für den Befall durch Parasiten oder Pilze machen.

Blattkrankheiten

Blattkrankheiten treten in vielen verschiedenen Formen auf. Von einem weißlichen Überzug bis zur Braunfärbung der Blätter kann man die unterschiedlichsten Symptome beobachten, welche durch Nässe oder Pilzbefall verursacht werden können. In der Regel sind Blattkrankheiten harmlos und bedürfen keiner Behandlung.

Frostriss

Frostrisse werden durch starke Temperaturschwankungen vom Inneren des Stamms nach außen verursacht. Durch Überwallung bzw. selbstständiges Verschließen der Wunde bildet der Baum am Stamm senkrechte Frostleisten. Dieselben Symptome können auch bei Sonnenrissen entstehen. Der Baum sollte bei einem Frost- oder Sonnenriss fachgerecht untersucht werden, wenn er eine Vitalschwäche aufweist.

Harzfluss

Harzfluss entsteht bei Verletzungen des Baumes als natürliche Abwehrreaktion. Die Wunde wird verschlossen und durch die antiseptischen Eigenschaften des Harzers vor Fäulnis geschützt. Bei einigen Baumarten, wie beispielsweise Koniferen, gilt Harzfluss als Krankheit, wenn eine massenhafte Absonderung des Harzes aus der Stammoberfläche austritt.

Hexenbesen

Hexenbesen werden auch Dornenbüsche genannt und bezeichnen kugelige, buschige Verwachsungen in der Baumkrone. Meist sind Birken und Tannen betroffen. Verursacht werden Hexenbesen durch Viren, Pilze oder auch vererbliche Knospenmutationen. Auf den Baum haben sie in der Regel keine negativen Auswirkungen.

Knollen

Knollen sind Zellwucherungen am Baum, welche im Fall der Maserknolle ein gemasertes Holz ergeben. Sie werden durch Bakterien, Pilze, Insekten und andere Umwelteinflüsse verursacht. Knollen befinden sich meist im unteren Stammbereich und sind für den Baum ungefährlich.

Nässender Riss

Tritt aus einem Riss im Stamm eine schwarze Flüssigkeit aus, spricht man von einem nässenden Riss. Während kleinere Risse für den Baum ungefährlich sind, sollten größere Risse von einem Fachmann untersucht werden, da sie auf eine innere Fäulnis des Stamms hinweisen. Der Baum kann dadurch seine Vitalität verlieren und absterben.

Spechtlöcher

Da Spechte ihre Nester vorzugsweise in Bäumen mit Morschungen bauen, kann man an Spechtlöchern erkennen, ob ein Baum höchstwahrscheinlich an Pilzbefall leidet. Diese Bäume sollten von einem Fachmann untersucht werden.

Stammaustriebe

Austriebe am Stamm sind in der Regel ein Hinweis auf eine Störung des Baumes, insbesondere bei überdurchschnittlichem Bewuchs und einem hohen Anteil an Totholz. Diese können den verschiedensten Ursachen zugrunde liegen. Betroffene Bäume sollten von einem Spezialisten kontrolliert werden.

Wucherungen/Baumkrebs

Wucherungen oder auch Baumkrebs werden durch Infektionen der Rinde und des Holzes durch Pilze oder Bakterien ausgelöst. Der Erreger findet seinen Weg über kleinere Wunden der Rinde in das Pflanzengewebe, wodurch eine offene Wunde an der Rinde entsteht. Dadurch kommt es wiederum zu einer starken Bildung an Wundgewebe, da die Wunde überwallt werden soll. Weil die Infektion jedoch sehr aggressiv ist, wird der Baum zur stärkeren Kallusbildung angeregt, wodurch große Wucherungen entstehen. Je nach Tiefe der Wunde kann es zum Absterben der betroffenen Bereiche kommen, da die Wasser- und Nährstoffversorgung der Zweige oberhalb der Wunde abgeschnitten werden kann. Bei Wucherungen und Baumkrebs sollte stets ein Fachmann zu Rate gezogen werden.

Bewuchs durch andere Pflanzen

Bewuchs

Ist ein Baum von Efeu, Wein oder anderen Pflanzen bewachsen, schadet es ihm nicht. Erst wenn der Bewuchs ein Ausmaß annimmt, dass die Assimilation des Baumes betroffen ist, sollte man den Bewuchs beseitigen.

Flechten

Flechten sind Lebensgemeinschaften, bestehend aus Algen und Pilzen. Häufig schließen sich Schlauchpilze und Blau- oder Grünalgen zusammen. Für Struktur und Farbe der Flechte ist der Pilz verantwortlich. Flechten sind extrem beständig gegenüber Wetterbedingungen wie Kälte oder Trockenperioden, brauchen jedoch Licht und Feuchtigkeit. Flechten sind für Bäume ungefährlich, können jedoch mit Bürsten oder Spezialmitteln entfernt werden.

Grünalge

Grünalgen verursachen, entgegen ihres Namens, eine orangerote Färbung auf der Baumrinde. Sie tritt vermehrt bei wärmeren Temperaturen auf und ist häufig an Obstbäumen zu finden. Sie ist für den Baum selbst ungefährlich.

Misteln

Misteln gelten als immergrüne Halbschmarotzer, da sie ausschließlich auf Wirtsbäumen wachsen. Die Samen werden durch Vogelkot auf die Bäume getragen. Sie beziehen das Wasser, und einige Arten auch die Nährstoffe, vom Wirt. Bei starkem Befall kann es dadurch zum Absterben des Baumes kommen, daher sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden.

Pilze

Pilze besiedeln in der Regel Stämme, Stümpfe und Äste von Bäumen, indem sie mit ihren Pilzfäden durch entstandene Wunden in das Holz eindringen. Sie entziehen dem Baum neben Wasser auch Nährstoffe wie Zellulose. Auch Mineralstoffe, Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße werden den gesunden Baumzellen mithilfe von Enzymen entnommen. Einen Pilzbefall bemerkt man meist erst, wenn der Pilz bereits Fruchtkörper gebildet hat. Wenn es sich um eine holzzerstörende Pilzart handelt, wird die Stand- und Bruchsicherheit des Baumes durch Angriff des Holzes gefährdet. Es kann zum Absterben des Baumes kommen. Wird ein Pilzbefall festgestellt, sollte der Baum von einem Experten kontrolliert werden.

Rotpusteln

Der Rotpustelpilz ist ein Wundparasit, welcher im Herbst und Winter auftritt. Die Pusteln entstehen auf der Rinde abgestorbener oder verletzter Äste und auf Schnittholz, welches lange auf dem Boden lag. Der Pilz kann dabei von krankem auf gesundes Holz übergreifen, beispielsweise indem er durch Wunden eindringt. Befallenes Baumgewebe sollte sofort bis zum gesunden Holz zurückgeschnitten werden.

Schäden durch Tiere

Ameisen

Wenn Ameisen verstärkt am Fuße eines Baumes vorkommen und aus dem Stamm selber Bohrmehl austritt, kann man von einer Schädigung des Baumes ausgehen. Höchstwahrscheinlich haben Ameisen ihre Nester in der Höhlung oder Morschung des Stammes gebaut. Da die Standsicherheit des Baumes gefährdet ist, sollte er von einem Spezialisten kontrolliert werden.

Blattfraß

Insekten wie Maikäfer oder Schmetterlingsraupen können durch Blattfraß einen großen Blattmasseverlust am Baum verursachen. In der Regel schadet dies dem Baum zwar nicht. Kommt es jedoch mehrere Jahre in Folge zu starkem Blattverlust, hat dies Einfluss auf seine Vitalität.

Blattläuse

Blattläuse ernähren sich von Pflanzensaft und können jede Baumart befallen. Sie entziehen der Wirtspflanze den Phloemsaft und verschmutzen sie mit zuckerhaltigen Ausscheidungen, dem sogenannten Honigtau. Dieser lockt wiederum andere Insekten wie beispielsweise Ameisen an, welche sich vom Honigtau ernähren. An sich sind Blattläuse jedoch für den Baum nicht von Gefahr.

Gallen

Gallen sind kugelförmige Geschwülste auf den Blättern, Knospen, Trieben, Blüten oder Zweigen und werden von fremden Organismen wie Viren, Bakterien, Pilzen, Milben oder Insekten verursacht. Der Großteil der Gallen entsteht durch Gallmilben oder Gallwespen. Gallen stellen für den Baum keine Gefahr dar.

Holzzerstörende Insekten

Es gibt unzählige Arten an holzzerstörenden Insekten. Meist handelt es sich dabei um holzbrütende Insekten. Rinde und Teile des Holzkernes werden durch die Larven zerstört, was wiederum Pilzen die Möglichkeit bietet, in den Baum einzudringen. Wenn es zum Befall durch holzzerstörende Insekten kommt, sollte in jedem Fall ein Fachmann zu Rate gezogen werden.

Milben

Milben befallen vorrangig Blätter und Knospen, welche sie mit ihrem Stech- und Saugapparat zerstören. Nadeln und Blätter der Wirtspflanze werden dabei ausgesaugt, wodurch sie welken und absterben. Der Baum wird dadurch insgesamt stark geschwächt.

Schildläuse

Schildläuse gehören zu den Pflanzenläusen und ernähren sich von Pflanzensaft. Sie befallen meist die Rinde und Blätter, was zur Vernässung führt. Durch die Größe der Läuse wird ein Befall häufig erst erkannt, wenn sie durch Wachsausscheidungen Schilde entwickelt haben. Bei sehr starkem Befall sollte der betroffene Baum von einem Spezialisten untersucht werden.

Fazit

Baumkrankheiten können durch die verschiedensten Auslöser entstehen. Während viele für den Baum meist harmlos sind, können andere wiederum starke Schäden hervorrufen oder gar zum Absterben des Baumes führen. Nicht immer lässt sich eine Baumkrankheit deutlich einer Ursache zuweisen, daher empfiehlt es sich, stets einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Dieser kann durch eine professionelle Beurteilung die Krankheit identifizieren und entsprechende Maßnahmen zur Behandlung durchführen. Wir von Baumsachverständiger.eu sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz Ihr Ansprechpartner für Baumkontrollen und die Behandlung von Baumkrankheiten – sprechen Sie uns einfach an.

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